Sexuelle Vielfalt in Niedersachsen

“Die Förderung von Toleranz und gegenseitiger Achtung gehören zu den Grundaufgaben einer jeden Schule”

Jugend gegen AIDS JGA

In der Diskussion über die verbindliche Thematisierung sexueller Vielfalt an niedersächsischen Schulen teilt Jugend gegen AIDS die Meinung  der rot-grünen Landesregierung und positioniert sich gegen die Negativkritik der CDU. Rot-Grün formulierte einen Antrag, welcher die ausgedehnte Behandlung sexueller Vielfalt an allen Schulen beinhaltet. Dagegen rührte sich Widerspruch aus der CDU-Fraktion. Deren Abgeordnete Karin Bertholdes-Sandrock sagte dazu: „Auf keinen Fall kann es sein, dass beispielsweise Schwule und Lesben in den Klassen allein gegenüber den Kindern auftreten.“

Jugend gegen AIDS stimmt auch Niedersachsens Landesschülerrat zu, welcher sich „schockiert“ über Frau Bertholdes-Sandrocks Äußerung zeigte.

Der JGA-Vorstandsvorsitzende Daniel Nagel zeigte sich ebenfalls bestürzt: „Die Förderung von Toleranz und gegenseitiger Achtung gehören zu den Grundaufgaben einer jeden Schule. Frau Bertholdes-Sandrock sollte mit dieser ignoranten, diskriminierenden Einstellung keinen Einfluss auf Schüler nehmen dürfen. Ein Debakel wie in Baden-Württemberg darf sich nicht wiederholen.“ Anfang des Jahres wurde dort ebenfalls angekündigt, sexuelle Vielfalt im Unterricht verankern zu wollen. Christlich-erzkonservative Kräfte hatten daraufhin Antipathien geschürt und gegen die Aufklärung protestiert.

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