Staatsakt für Rudolf Brazda

Wir besuchten die Gedenkveranstaltung für den Träger des Rosa Winkels und Inhaftierten im KZ Buchenwald.

Jugend gegen AIDS JGA Rudolf Brazda

Am 23. Juni lud die Staatskanzlei Erfurt ins Deutsche Nationaltheater, um dem letzten schwulen Überlebenden des Konzentrationslagers Buchenwald zu gedenken. Unsere Vorstandsmitgleider Daniel und Fridtjof folgten der Einladung und fuhren nach Thüringen.

Rudolf Brazda wurde aufgrund seiner Homosexualität 1941 deportiert worden und war bis zur Befreiung durch die Amerikaner 1945 zur Zwangsarbeit verpflichtet. Auf die Perversion, einen Menschen seines Lebensstils wegen jahrelang gefangen zu halten, muss nicht hingewiesen werden. Jedoch hat die Geschichte Brazdas auch immer noch eine aktuelle Komponente: Er war ein Kämpfer für ein freies und selbstbestimmtes Leben. Aus dem Grund ist es wichtig Personen wie seiner zu erinnern. Noch immer werden sowohl Homosexuelle, als auch HIV-Infizierte ausgegrenzt. Gerade letztere werden im Alltag oft mit Ablehnung und Unverständnis anderer konfrontiert. Sie leiden unter dem Stigma der Infektion.

Während der Veranstaltung sprach unter anderem die amtierende Bundesjustizminsisterin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Diese betonte besonders den Aspekt der Toleranz. Und wir finden auch: Nur wenn wir tolerant sind, können wir unsere Gesellschaft lebenswerter gestalten.

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