The Galactic Cap

Auf einer Crowdfunding-Plattform wirbt ein Startup für ein angeblich sichereres und gefühlsechteres Kondom. Aber wie sicher kann es eigentlich sein?

Jugend gegen AIDS JGA

Die Geschichte des Amerikaners Charles Powell klingt wie die aus einem dieser Ratgeber- und Erfahrungswerte-Werbespots. Jemand erzählt eine leidvolle Geschichte und präsentiert im Anschluss – oh Wunder – die angeblich passende Lösung. So auch bei Charles Powell: Weil ein Freund sich bei ungeschützem Geschlechtsverkehr das HI-Virus zugezogen hatte, wollte er ein Kondom entwickeln, das gefühlsecht und damit stärker genutzt, aber trotzdem vor HIV schützt.

Sein Produkt ist eines, bei dem nur die Eichel vom Präservativ geschützt ist. Halten tut das Kondom durch eine Stunden vorher angebrachten Basis und einer kurz vor dem Sex darauf angeklebten Gummihaube.

Aber können dadurch wirklich sexuell übertragbare Krankheiten besser vermieden werden?

Für Jugend gegen AIDS steht im Vordergrund, die Jugendlichen zum Selbstschutz zu animieren, in allen Situationen. Das “Galactic Cap” kann nicht spontan genutzt werden. Außerdem, bietet es lediglich einen Schutz vor Schwangerschaften.

Anna Konopka, Leiterin des JGA Aufklärungsprogramms Positive Schule ist besorgt: “Hier wird für etwas geworben, das in keiner Weise die Funktionen des Kondom ersetzen kann. Eine Infektion durch Samenflüssigkeit mag zwar verhindert werden, nicht aber die durch Schmierinfektionen und feine Risse in der Haut. Einen ausreichenden Schutz vor STDs bietet das Galactic Cap nicht!”.

Das Galactic Cap klingt also besser als es ist. Eines, das muss man ihm lassen, ist allerdings lobenswert: Die Idee, ein Kondom zu entwickeln, das größere Akzeptanz bei den Menschen findet, ist eine sehr gute. Nur leider ist dieser Versuch ein fehlgeschlagener.

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